Infleet wird Teil der OneQrew
OneQrew veröffentlicht zum fünften Mal neue Auswertung zu Stundensätzen im Handwerk und zeigt, wie Betriebe steigende Kosten und knappe Fachkräfte bewältigen können.
Freiburg, März 2026 – Das Handwerk arbeitet am Limit: Die Nachfrage bleibt hoch, gleichzeitig fehlen vielen Betrieben die nötigen Fachkräfte. Diese Entwicklung prägt auch die Ergebnisse des fünften Preisatlas Handwerk 2026, den der Softwareverbund OneQrew jetzt veröffentlicht hat. Die Analyse zeigt aktuelle Stundensätze verschiedener Gewerke und liefert Handwerksbetrieben eine wichtige Orientierung für ihre Preisgestaltung.
Die Auswertung basiert auf Daten aus dem OneQrew-Kundennetzwerk. 575 Handwerksbetriebe unterschiedlicher Gewerke aus ganz Deutschland haben an der Umfrage teilgenommen. Sie macht deutlich: Steigende Preise sind im Handwerk weiterhin Realität – gleichzeitig bleibt die Auftragslage auf hohem Niveau stabil.
Im aktuellen Preisatlas liegt der durchschnittliche Stundensatz für eine Meisterstunde bei rund 73 Euro, während eine Gesellenstunde ca. 64 Euro kostet. Gegenüber dem Preisatlas 2025 entspricht dies einer Steigerung um 0,7 Prozent bei der Meisterstunde und rund 3 Prozent bei der Gesellenstunde.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die meisten Handwerksbetriebe weiterhin stark ausgelastet sind. 73 Prozent der Betriebe bewerten ihre Auftragslage als gut oder sehr gut, während lediglich 6 Prozent freie Kapazitäten melden.
Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen der Branche. 70 Prozent der Betriebe suchen aktuell Mitarbeiter, durchschnittlich fehlen etwa 1,4 Fachkräfte pro Betrieb.
Die Folge: Viele Unternehmen können Aufträge nur verzögert annehmen oder müssen Anfragen ablehnen.
In diesem Umfeld wird es für Handwerksbetriebe immer wichtiger, vorhandene Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.
„Unsere Kunden aus dem Handwerk spüren täglich, wie knapp Fachkräfte geworden sind und wie stark sich Preise verändern. Umso wichtiger ist es für Betriebe zu wissen, wo sie im Markt stehen und wie sie ihre Preise fundiert einordnen können. Gleichzeitig geht noch immer wertvolle Zeit im Büro durch Papierkram und manuelle Prozesse verloren.
Wer seine Preise gut einordnet, seine Abläufe effizienter organisiert, schafft mehr Produktivität im Betrieb und kann Aufträge wirtschaftlicher umsetzen.“, ordnen Benno Quade und Christoph Stoica (Co-CEOs der OneQrew GmbH), die aktuelle Situation in Handwerksbetrieben ein.
Ein zentraler Hebel dafür ist die Digitalisierung von Arbeitsprozessen. Digitale Lösungen für Angebote, Rechnungen oder intelligente mobile Anwendungen auf der Baustelle helfen dabei, unproduktive Stunden zu reduzieren und die vorhandene Arbeitszeit besser zu nutzen.
Auch im aktuellen Preisatlas zeigen sich weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Regionen und Gewerken.
Besonders hohe Stundensätze finden sich in wirtschaftsstarken Regionen und Ballungsräumen. In Hamburg liegt der durchschnittliche Preis für eine Meisterstunde bei 76,45 Euro, während Handwerksleistungen beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern mit 58,80 Euro auf einem deutlich niedrigeren Niveau liegen.
Zwischen den Gewerken ergeben sich ebenfalls klare Unterschiede. Zu den Gewerken mit den höchsten durchschnittlichen Stundensätzen gehören Dachdecker/Zimmerer, Metall- und Anlagenbau und Sanitär, Heizung und Klima, während Garten- und Landschaftsbau sowie Maler/Gipser und Stuckateure im Vergleich niedrigere Durchschnittswerte aufweisen.
Die Bedeutung des Handwerks reicht weit über einzelne Betriebe hinaus. Ob Energiewende, Gebäudesanierung oder Infrastrukturprojekte: viele zentrale Zukunftsaufgaben können ohne qualifizierte Handwerkerinnen und Handwerker nicht umgesetzt werden.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und steigender Kosten wird es immer wichtiger, die Branche wirtschaftlich zu stärken. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe zu sichern, gilt es, junge Menschen für handwerkliche Berufe zu begeistern und gleichzeitig digitale Lösungen zur Prozessoptimierung für bestehende Handwerksbetriebe zu fördern. Die Produktivität wird zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor für die Handwerksbranche.
Der Preisatlas Handwerk 2026 trägt dazu bei, indem er nicht nur eine Markttransparenz über die Preisentwicklung liefert, sondern auch zeigt, vor welchen strukturellen Herausforderungen die Branche steht. Der Preisatlas schafft Orientierung und liefert Handwerksbetrieben eine fundierte Grundlage für ihre Preiskalkulation und vor allem ihre Positionierung im Markt.
Transparenz im Handwerksmarkt ist kein Selbstzweck, sondern eine unternehmerische Notwendigkeit. Wer seine Preise strategisch steuern, Investitionen sicher planen und gegenüber Kunden souverän argumentieren möchte, benötigt belastbare Vergleichswerte und keine reinen Erfahrungswerte.
Der Preisatlas Handwerk 2026 ist deshalb ein wertvolles Werkzeug, das Handwerksbetrieben Orientierung in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld bietet.
Für den Preisatlas Handwerk 2026 wurden 575 Handwerksbetriebe aus verschiedenen Gewerken befragt, darunter Sanitär-Heizung-Klima, Elektro, Dachdecker, Zimmerer, Tischler/Schreiner, Metallbau, Gerüstbau sowie Maler-, Gipser- und Stuckateurbetriebe.
Die Befragung fand im Zeitraum 13. Dezember bis 27. Dezember 2025 statt und wurde durch anonymisierte Daten aus dem umfangreichen OneQrew-Kundennetzwerk ergänzt.
OneQrew ist einer der führenden Digitalpartner für das Handwerk und den Mittelstand. Mehr als 45.000 Betriebe mit über 300.000 Mitarbeitenden setzen auf die Softwarelösungen von OneQrew, um ihre Prozesse von der Auftragsabwicklung bis zur Zeiterfassung effizient und digital zu steuern – im Büro, in der Werkstatt und auf der Baustelle.
Mit über 800 Mitarbeitenden und einem starken Netzwerk spezialisierter Softwareunternehmen verbindet OneQrew langjährige Branchenexpertise mit moderner Technologie – von ERP über KI-Assistenz bis hin zu mobilen Anwendungen wie Echtzeit-Telematik und digitaler Zeiterfassung. Gemeinsam erwirtschaften die Kunden von OneQrew eine jährliche Wertschöpfung von über 20 Milliarden Euro und bilden damit einen zentralen Bestandteil der Wirtschaft im DACH.